Wissenswertes über Winterreifen

Milde Temperaturen und regnerisches Wetter: Der Herbst ist da und der Winter eilt auch schon bald herbei. Um weiter sicher auf den Straßen zu bleiben müssen die Winterschlappen drauf. Alles was man rund um das Thema Winterreifen wissen muss, haben wir für Dich zusammengefasst.

Winterreifenpflicht – Gibt es sowas?

Gibt es eigentlich ein bestimmtes Datum, ab wann Winterreifen montiert sein müssen? Nein, die gibt es nicht. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit M+S-Reifen gefahren werden. Als M+S-Reifen gelten Reifen, die für winterliche Wetterverhältnisse, vor allem bei Matsch sowie frischem und schmelzendem Schnee, besonders geeignet sind. Zulässige Winterreifen müssen eine der folgenden Kennzeichnungen an der Reifenflanke tragen: M+S, M & S, M. S. oder ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Das gilt auch für Allwetter- und Ganzjahresreifen.
Bei einem Verstoß wird ein Bußgeld von 40 € fällig, sowie ein Punkt im Verkehrszentralregister.

Nicht nur Schnee und Eis machen Winterreifen erforderlich. Wenn die Temperaturen auf unter 7 Grad Celsius sinken, nimmt die Bodenhaftung von Sommerreifen ab. Der Bremsweg wird länger und das Fahrzeug gerät schneller ins Schleudern. Da nützen dann auch ESP und ABS nichts mehr.

Wie lange ist ein Winterreifen wintertauglich?

Es gibt entscheidende Eigenschaften, welche die Bodenhaftung beeinflussen. Dazu zählen vor allem die Profiltiefe und das Alter des Reifens. Gesetzlich sind 1,6 Millimeter Profiltiefe vorgeschrieben. Der TÜV NORD empfiehlt im Winter für eine bessere Haftung mindestens 4 Millimeter Profil. Des Weiteren sollten die Reifen spätestens alle 10 Jahre erneuert werden. Mit zunehmendem Alter wird der Gummi spröde und hart. Das hat zur Folge, dass die ursprüngliche Haftung nicht mehr gewährleistet ist.

Was ist der Unterschied zum Sommerreifen?

Die zwei entscheidenden Eigenschaften, in denen sich die Reifen unterscheiden sind das Profil und die Gummimischung. Sommerreifen haben eine wesentlich härtere Mischung, da sie hohen Temperaturen standhalten müssen. Würde man mit Winterreifen im Sommer fahren, hätte man tatsächlich einen längeren Bremsweg und mehr Abrieb.

Das Profil eines Winterreifens zeichnet sich durch sogenannte Lamellen aus. Das sind viele kleine Profileinschnitte die sich mit Schnee und Eis verzahnen. Sommerreifen hingegen können sehr gut große Wassermengen verdrängen, wie es bei einem heiteren Starkregen der Fall wäre.

Fazit: Rund und schwarz

In den Eigenschaften der Form und Farbe sind beide Reifenarten gleich. Dahinter stecken unterschiedliche Technologien, die für einen besseren Bremsweg bei unterschiedlichen Bedingungen verantwortlich sind. Denn am Ende geht es um die Sicherheit und darum, unbeschadet am Ziel anzukommen. Wir wünschen eine gute und sichere Fahrt!

Reifenaktionstag

Am 19. Oktober ist in den Autohaus Böttche Filialen wieder der Reifenaktionstag. Kunden, die Reifen beim Autohaus Böttche eingelagert haben, können an diesem Tag mit einem minimalen Zeitaufwand Ihre Räder wechseln lassen. Wer noch keinen Termin hat, sollte sich beeilen, es sind nur noch wenige Termine buchbar. Für weitere Informationen wenden sich Kunden bitte direkt an Ihre Filiale.

Autor: Artur Morozas
Bild: Opel Media